ESAF 2025 – Verkehrskonzept
Eidg. Schwing- und Älplerfest (ESAF) 2025 Glarnerland+
Das Verkehrskonzept wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Raumentwicklung der FH Ost (IRAP) sowie dem Bereich Verkehr ESAF 2025 Glarnerland+ entwickelt und von Rudolf Keller & Partner Verkehrsingenieure AG mittels Simulation überprüft.
Herausforderung
Mollis, der Austragungsort des ESAF, liegt ländlich, abseits von übergeordneten Bahnstrecken und verfügt nur über eine Haupterschliessungsrichtung für Bahn und Strasse. Die grösste Herausforderung des Verkehrskonzepts bestand daher darin, die Besucherströme rechtzeitig und ohne grössere Behinderungen zum Festgelände zu befördern. Am Samstag und Sonntagmorgen müssen 56.500 Besucher:innen bereits um 8 Uhr (Einmarsch der Schwinger) in der Arena sitzen. Insgesamt werden rund 70’000 Besucher:innen erwartet, die am Samstag und Sonntagmorgen vor 8 Uhr anreisen.
Dies ist nur möglich, wenn viele Gäste schon am Vortag anreisen, möglichst viele den öffentlichen Verkehr nutzen und nur möglichst wenige mit dem Auto anreisen.
«Früener chuu, speeter guu»
Die zeitliche Entzerrung der An- und Abreise der Gäste vor Ort nach dem Grundsatz «früher kommen – später gehen» ist zentral für das Verkehrskonzept. Es wird erwartet, dass sich am Freitagabend bereits 25.000 Besucher:innen vor Ort befinden. Das zentrale Camping direkt neben dem Festgelände spielt dabei eine wichtige Rolle. Um die Verbindung zwischen Camping und Festgelände sicherzustellen, verkehren zwischen Näfels-Mollis und Netstal keine Regelzüge.
Räumliche Trennung der Verkehrsarten
Der ESAF-Verkehr wird während der beiden Festtage konsequent vom regionalen Strassenverkehr getrennt. Am Samstag- und Sonntagmorgen müssen somit noch rund 45’000 Besucher:innen vor 8 Uhr aus der ganzen Schweiz anreisen. Für die Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs stehen die Bahnhöfe Näfels-Mollis sowie der provisorisch wieder in Betrieb genommene Bahnhof Weesen (Anreise von Norden) und der Bahnhof Netstal (Anreise von Süden) zur Verfügung. Die SBB werden Extrazüge einsetzen, die Fahrpläne verdichten und ein Schwingbillet für eine vergünstigte An- und Rückreise anbieten, um möglichst viele Besucher:innen auf die Bahn zu lenken. Während der Morgenspitze am Samstag und am Sonntag können so 13’800 Besucher:innen mit dem öffentlichen Verkehr transportiert werden, die von den Bahnhöfen Näfels-Mollis und Netstal zu Fuss und vom Bahnhof Weesen mit Shuttlebussen zum Festgelände gelangen.
Auf der Flugpiste südlich des Festgeländes werden 200 Parkplätze für Reisebusse zur Verfügung gestellt, die Platz für 11’000 Gäste bieten. Die restlichen rund 20’000 Besucher:innen müssen mit dem Auto anreisen. Die Autobahn kann diese Verkehrsmenge bewältigen, da aufgrund der Erfahrungen früherer ESAF mit 3.5 Personen pro Auto gerechnet werden kann. Die Machbarkeit konnte durch Berechnungen und Verkehrsfluss-Simulationen nachgewiesen werden.
Impressionen





