Radwegstudie Nebenverbindung Eigental

2023 – 2026

Die zukünftige Veloverbindung durch das Eigental zeigt exemplarisch, wie anspruchsvoll die Abstimmung zwischen Verkehrsplanung und Naturschutz sein kann. Im Auftrag des Kantons Zürich untersuchte Lajo verschiedene Varianten zur Aufwertung einer wichtigen Verbindung im kantonalen Velonetz. Gleichzeitig liegt die Strecke in einem ökologisch besonders sensiblen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet mit mehreren Biotopen von nationaler Bedeutung.

Im Zentrum der Studie stand die Frage, wie eine sichere und attraktive Veloverbindung geschaffen werden kann, ohne die wertvollen Lebensräume zusätzlich zu beeinträchtigen. Dazu wurden zahlreiche Varianten entwickelt und hinsichtlich Verkehrssicherheit, Nutzerkomfort, Flächenbedarf und Umweltauswirkungen systematisch verglichen. Die Untersuchungen machten die Zielkonflikte deutlich. Breitere Infrastrukturen erhöhen zwar den Komfort für Fuss- und Veloverkehr, führen jedoch zu zusätzlichen Eingriffen in geschützte Landschaften. Die Herausforderung bestand deshalb darin, eine Lösung zu finden, die sowohl den Anforderungen von Fuss- und Veloverkehr als auch den Schutzzielen gerecht wird.

Die empfohlene Bestvariante reduziert die bestehende Asphaltfläche von rund sechs auf vier Meter und ergänzt diese mit punktuellen Ausweichstellen für Begegnungen zwischen Velos und landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Dadurch werden versiegelte Flächen zurückgebaut, die Schutzgebiete gestärkt und dennoch gute Bedingungen für den Veloverkehr geschaffen.

Das Projekt zeigt, dass nachhaltige Infrastruktur nicht durch die Maximierung einzelner Interessen entsteht. Erfolgreiche Lösungen entstehen dort, wo Zielkonflikte früh erkannt, transparent bewertet und gemeinsam abgewogen werden.

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