Züri Velo 2.0
Stadt Zürich, Tiefbauamt
2023 – 2025
Im Rahmen des Projekts «Züri Velo» überprüfte und optimierte die Stadt Zürich ihr bestehendes Netz von rund 150 Veloverleihstationen und baut dieses auf insgesamt 250 Standorte aus. Neu werden die Stationen prioritär auf der Fahrbahn statt auf Trottoirs oder öffentlichen Plätzen angeordnet. Lajo unterstützte die Stadt Zürich bei der Gestaltung der neuen Stationen, der Entwicklung des Vorgehensprozesses, der Erarbeitung eines Kriterienkatalogs sowie beim Aufbau eines GIS-Tools und der Analyse der bestehenden Standorte.
Durch die Verlagerung auf die Fahrbahn musste die Markierung und Signalisation angepasst werden. Ziel war eine rechtskonforme und zugleich ansprechende Gestaltung. Verschiedene Gestaltungsvarianten wurden entwickelt, bewertet und in einem Faktenblatt als Entscheidungsgrundlage aufbereitet.
Für die systematische Standortwahl entstand ein detaillierter Kriterienkatalog, der Anforderungen wie beispielsweise Sichtverhältnisse, Durchgangsbreiten oder die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge berücksichtigt und so die Realisierbarkeit sicherstellt.
Zur Erfassung und Dokumentation wurde gemeinsam mit der Stadt Zürich ein internes GIS-Tool entwickelt. Dieses bildet das bestehende und geplante Stationsnetz ab, hilft Netzlücken zu identifizieren und stellt pro Station ein Datenblatt mit allen relevanten Informationen bereit. Viele Angaben wurden automatisiert durch GIS-Analysen ergänzt. Fotos der bestehenden Stationen, mögliche neue Standortvarianten sowie die Prüfung der Kriterien wurden grösstenteils direkt vor Ort mithilfe von Tablets erfasst und dokumentiert.
Durch die Verlagerung der Stationen auf die Fahrbahn entstehen in einzelnen Fällen grössere Distanzen zu wichtigen Attraktoren. In solchen Fällen wurde eine standortspezifische Abwägung vorgenommen und geprüft, ob eine Anordnung auf Fussverkehrsflächen gegenüber einem weiter entfernten Standort vorzuziehen ist.
In enger Abstimmung mit dem Tiefbauamt wurde für jede Station eine Bestvariante definiert. Rückmeldungen, Genehmigungen und die etappierte Umsetzung konnten vollständig über das GIS-Tool koordiniert werden.
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